Aktuelles Buchprojekt

An die Spitze! Wie Sportlerpersönlichkeiten oben ankommen und dort bleiben.

Mein aktuelles Buchprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wer oder was Sportler erfolgreich macht - auch im Hinblick auf die Persönlichkeitsentwicklung. Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, habe ich verschiedene Sportlerpersönlichkeiten interviewt.

Das Buch wurde am 04. November um 19.30 Uhr im Eintracht Museum präsentiert. TRAILER Buchpräsentation

IMPRESSIONEN VON DER BUCHPRÄSENTATION

Meine Interviewpartner auf einen Blick: Basketball: Pascal Roller | Fußball: Uwe Bindewald, Bernd Reisig, Oliver Roth, Alexander Schur | Handball: Mike Fuhrig | Hockey: Thomas Burkert | Kunstturnen: Eberhard Gienger | Leichtathletik: Katharina Heinig , Guido Kratschmer, Mona Steigauf | Tischtennis: Wieland Speer, Inka Dömges | Windsurfen: Moritz Martin

Vorab ein Auszug aus dem Kommentar von Holger Obermann, Deutscher Fußball-Botschafter 2013
VOM SOZIALEN MITEINANDER IM FUSSBALL - Gesellschaftliche Strukturen beachten – Sport-Entwicklungshilfe als Herausforderung

"... Ich will auf einige Schwerpunkte speziell der Arbeit in Krisen- und Kriegsländern wie Nepal, Afghanistan, Pakistan, Ost Timor oder Sri Lanka hinweisen, Länder, in denen es darum ging, Kindern und Jugendlichen  nach den tragischen Ereignissen von Kriegen, eines Erdbebens oder eines Tsunami verloren gegangene Werte wie Hoffnung oder Selbstvertrauen zurückzugeben. Das Einfühlungsvermögen der Trainer ist bei solchen Einsätzen mindestens ebenso wichtig wie das Vermitteln von balltechnischen Attributen. Ich habe nach Training und Wettkampf oft mit den mir anvertrauen Spielern zusammen gesessen und versucht, die traumatischen Ereignisse der jüngsten Vergangenheit sensibel anzusprechen, in der Hoffnung, sie gemeinsam zu verarbeiten. Dieses gelang fraglos nicht immer. Aber diese Bemühungen waren jederzeit einen Versuch wert ..."

Mit Mona Steigauf (li), ehemalige Siebenkämpferin und Uwe Bindewald, ehemaliger Fußballprofi - u.a. Eintracht Frankfurt - und Jugendtrainer im NWLZ der Eintracht Frankfurt e.V.

Interviewauszug Mona Steigauf

" ... Die Fähigkeit, sich auf einzelne Athleten einzustellen, ist für einen Trainer Grundvoraussetzung. Ein Trainer muss sich, um Sportler in ihrer sportlichen sowie persönlichen Entwicklung unterstützen zu können, in die Unterschiedlichkeit der einzelnen Athleten einfühlen können. Wenn ein Trainer Schema F auf 10 verschiedene Athleten anzuwenden versucht, kann er keinen Erfolg haben. Denn jeder Athlet braucht etwas anderes, verträgt etwas anderes, braucht eine andere Regenerationszeit. ... Dieses Einfühlungsvermögen ist das Wichtigste. ... "

Interviewauszug Uwe Bindewald

" ... Der Sport hat mir gezeigt, dass man im Leben nichts geschenkt bekommt, sondern immer hart dafür arbeiten muss, um seine Ziele zu erreichen. Man muss auf Vieles im Privatleben wie Freunde, Feiern etc. verzichten können. Als Spieler darf man zudem nicht nur fordern, sondern muss dem Verein und den Fans auch etwas zurückgeben. ... "

Im Interview: Alexander Schur, ehemaliger Profifußballer - u.a. der Eintracht Frankfurt - langjähriger Jugendtrainer im NWLZ der Eintracht e.V. und Fußballlehrer.

Interviewauszug Alexander Schur

" ... Man muss immer selbstkritisch hinterfragen: Gehen die Jungs mit? Spielen sie auch ein bisschen für dich? Kannst du sie für deine Sache gewinnen, um sie dann ehrgeizig wie für sich selbst zu machen? Die Spieler sind immer der Gradmesser, der Indikator, ob es funktioniert oder nicht. ..."

Im Interview: Bernd Reisig, 1994 bis 2010 in verschiedenen Positionen - vom Präsident bis Geschäftsführer - beim FSV Frankfurt tätig. Vorstandsvorsitzender und Aktionär der Beratungsgessellschaft unitedsoccer AG.

Interviewauszug Bernd Reisig

" ...Der Profifußball ist mittlerweile sehr artverwandt mit der Popbranche. Im Prinzip sind die neuen Popkünstler eigentlich die Profifußballer, die Stars von heute. Man merkt, was für eine wirtschaftliche Bedeutung der Profifußball mittlerweile hat. Er hat die klassische Unterhaltungs-/Tonträgerbranche und vielleicht sogar die Filmbranche eingeholt. Fußballprofi ist ein Beruf, der extrem in der Öffentlichkeit stattfindet und sehr viel mit Medien zu tun hat...."

Im Interview: Pascal Roller, ehemaliger Profi-Basketballer (u.a. von 2000 – 2011 Frankfurt Skyliners, 122-facher Nationalspieler, Siebenfacher Allstar BBL). Geschäftsführender Gesellschafter der Hamburg Towers . Pascal Roller ist unter www.aufbauspieler.de u.a. als Gastredner zu buchen.

Interviewauszug Pascal Roller

" ...Als Spieler wurde ich jeden Tag kritisiert. Wer nicht kritisiert wird, hat ein Problem, weil der Trainer sich nicht mehr mit ihm auseinandersetzt. .... Wichtig ist positive Kritik in Form von ‚Wie kann ich was besser machen‘, und nicht die negative Form von ‚Du hast was falsch gemacht‘. ..."

Im Interview:  Wieland Speer, ehemaliger Leistungssportler Tischtennis, Bundestrainer des Deutschen Behinderten-Sportverbandes Tischtennis bis 2012, Diplomtrainer

(Foto: AleX Photo)

Interviewauszug Wieland Speer

" ... Besonders hilfreich während meiner Sportlerzeit waren meine Trainer, die mich motivierten, förderten und dafür sorgten, dass ich neue Erfahrungen sammeln durfte. ... Um als Trainer Sportler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen, muss man sich darüber im Klaren sein, dass man Vorbild für die Spieler ist. ... “

 

Moritz Martin, u.a. 19-facher Deutscher Meister/Vize-Weltmeister 2009 (Raceboard-Klasse), Geschäftsführender Gesellschafter der Sensosports GmbH, Honorartrainer Athletik DLV 400m-Hürden-Nationalmannschaft, Sportwissenschaftler

Interviewauszug Moritz Martin

" ... Je höher das Leistungsniveau, umso wertiger das Humankapital. Umso trauriger ist es dann, wenn gute Athleten verletzungsbedingt eine ganze Saison sausen lassen müssen, nur weil der Trainer in der Woche XY im dritten Mesozyklus Bockmist machte. Wenn man mal selbst Leistungssportler war und dann in die Position kommt, um von außen drauf zu schauen, beschäftigt einen das schon. ..."

Eberhard Gienger, Kunstturner (u.a. mehrfacher Europameister am Reck, Weltmeister am Reck, Olympische Bronzemedaille 1976 am Reck), Mitglied des Kuratoriums der Bundesligastiftung und des Vorstandes der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Diplom-Sportlehrer, MdB

Interviewauszug Eberhard Gienger

" ... Was ich im Sport lernte, half mir, ein Ereignis zu bewältigen, das mich am 28. Mai 2000 ereilte. Bei einem Fallschirmsprung drehte eine Boe kurz vor der Landung meinen Schirm. Beim Versuch, diese missliche Lage zu korrigieren, landete ich so hart auf dem Betonboden, dass ich mir in etwa vom Nabel abwärts zahlreiche Knochenbrüche zuzog, die mir einen 5-wöchigen Krankenhausaufenthalt und weitere 4 Wochen Rehamaßnahmen bescherten. In dieser Situation wandte ich an, was mich der Sport gelehrt hat. Unter anderem Disziplin an den Tag zu legen, sich vorbereiten zu können auf einen Termin hin, der wichtig ist, Selbstbewusstsein zu stärken, ein Ziel zu haben. ..."

Oliver Roth, Ehemaliger Profifußballer und Manager (u.a. Offenbacher Kickers), Börsenexperte

 

Interviewauszug Oliver Roth

" ...Ich glaube, es trägt ganz wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung bei, wenn man im Leben lernt, mit Niederlagen und Rückschlägen möglichst positiv umzugehen.Wenn man das Glück hat, dass einem die Gesundheit erhalten bleibt, kann der Geist viel in die richtige Richtung lenken und man kann – und ich glaube, das ist das Ying und Yang des Sports – auch Erfolge feiern. Je tiefer die Einschnitte sind, die man auf dem Weg zum Erfolg zu erleben hatte, desto größer können die Erfolge werden. ...."